Wunschkandidaten finden mit der Candidate Persona!

Für ein aussagekräftiges Employer Branding braucht man in erster Linie ein sich ergänzendes Team, das sich mit den Werten des Unternehmens identifiziert. Die passenden Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu finden, kann sich jedoch oft als schwierig herausstellen. Daher ist es sinnvoll eine Candidate Persona, auch Talent Persona oder Mitarbeiter Persona genannt, zu erstellen.

Post Author: Maria Beck

Verfasst von: Maria Beck

Lesezeit: ca. 9 min

Personen warten auf Sesseln

Im Folgenden erklären wir Ihnen, was eine solche Persona ist und wie Sie sie erfolgreich erarbeiten können, um Ihre Wunsch-Kandidaten zu finden.

Candidate Persona vs. Anforderungsprofil

Bei einer Candidate Persona handelt es sich um eine fiktive, aber dennoch realistische Person, mit einem Gesicht, einem Namen und gewissen Merkmalen. Sie steht stellvertretend für Ihre Zielgruppe an Bewerbern und dient als fiktiver Adressat für Stellenausschreibungen.

Im Gegensatz zu einem Anforderungsprofil, das fachliche Kenntnisse anführt und gewöhnlich für eine Jobausschreibung erstellt wird, beschreibt eine Mitarbeiter-Persona eine Person anhand von Zielen, Werten und Ängsten. Dafür gilt es, umfangreiche demografische Angaben und psychografische Charakteristiken sowie die fachlichen Anforderungen, die an das Personal gestellt werden, zu definieren.

Darüber hinaus wird ein Anforderungsprofil meist nur für eine einzelne Stelle ausgeschrieben, wohingegen bei der Persona meist von einem primären Wunsch-Kandidaten ausgegangen wird, der das Personal repräsentiert. Dieser wird schließlich in weiteren Personas für spezifische Bereiche oder häufig gesuchte Stellen verfeinert.

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Vorteile für Unternehmen

Auch, wenn der Begriff Candidate Persona gerade als Buzzword kursiert, hat die neue Begeisterung dafür durchaus eine Berechtigung. Die Erstellung einer solchen Persona hat enorme Vorteile für Ihr Unternehmen:

Einfachere Suche

Mithilfe der passenden Persona ist es möglich, Ihr Stellenangebot genau auf Ihre Zielgruppe zuzuschneidern und so die Suche zu vereinfachen und zu personalisieren. Sie können die Ausschreibung so anpassen, dass Ihre Zielgruppe sich sofort angesprochen fühlt und Interesse an der Position entwickelt.

Außerdem können Sie so den Prozess für die Bewerber angenehmer gestalten, da sich diese durch aussagekräftige Jobangebote schneller mit Ihrem Unternehmen identifizieren können.

Bessere Ergebnisse

Nutzen Sie Ihre Ressourcen tatsächlich nur für Kandidaten, die Potenzial und Interesse haben. Alles andere ist Energieverschwendung und hilft weder Ihnen noch den Jobsuchenden. Obendrein ersparen Sie Ihrem HR-Team das Scannen zahlreicher Bewerbungen und Führen von Interviews, die sich später als irrelevant herausstellen.

Zusätzlich können Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben, indem Sie Ihre zukünftigen Mitarbeiter auf einer persönlichen Ebene ansprechen und die Vorzüge hervorheben, die Ihr Unternehmen besonders machen.

Bester Fit

Schließlich hilft Ihnen eine sorgfältig erstellte Persona dabei, Personal zu finden, das tatsächlich zu Ihnen passt, und das sich wiederum in Ihrem Betrieb wohlfühlen wird und Ihnen langfristig erhalten bleibt.

Dazu ist es besonders wichtig im Bewerbungsprozess nur Versprechen zu geben, die tatsächlich auch eingehalten werden, wie beispielsweise flexible Homeoffice Möglichkeiten nur anzupreisen, wenn diese auch tatsächlich möglich und erwünscht sind.

Team schlägt ein

Bestandteile der Persona

Die Candidate Persona ist daher ein sehr nützliches Konzept, um die passenden Bewerber anzusprechen, doch welche Informationen benötigt man nun, um eine aussagekräftige Candidate Persona zu erstellen?

Demografische Daten

Beginnen sollte man immer mit den demografischen Eigenschaften, wie Geschlecht, Alter, Familienstand oder Wohnort. Hier sind auch die fachlichen Punkte aus dem klassischen Anforderungsprofil zu finden, wie Ausbildung oder Berufserfahrung.

Ist beispielsweise ein Universitätsabschluss oder eine Schweißerprüfung erwünscht? Müssen die zukünftigen Mitarbeiter in der Nähe wohnen, oder können sie auch gänzlich remote arbeiten?

Psychografische Daten

Die psychografischen Informationen umfassen die Werte einer Person, die Ziele und die Motivation hinter ihrem Handeln. An diesem Punkt geht die Persona wirklich in die Tiefe, indem wir definieren, was die Angestellten antreibt und was sie erreichen wollen.

Strebt Ihr Wunsch-Kandidat beispielsweise danach, einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen oder neue Themen kennenzulernen? Oder möchte die Persona zum Beispiel für eine Firma arbeiten, die aktiv Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility zu einer Priorität macht?

Doch auch die Ängste oder No-Gos der Mitarbeiter sollten hier definiert werden:

Muss beispielsweise Home-Office möglich sein oder möchte die Person nur in einem Unternehmen mit flachen Hierarchien arbeiten? Ist besonders die Authentizität wichtig oder muss für eine gute Work-Life-Balance gesorgt sein?

Die Werte Ihres Unternehmens sollten sich daher in der Persona wiederfinden und sich mit jenen der Bewerber decken. So stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Kandidaten eine Unternehmenskultur und ein soziales Umfeld bieten, in dem sie sich wohlfühlen.

Außerdem sollten Sie sich hier Gedanken über die Softskills aus dem Anforderungsprofil machen, die der ideale Angestellte besitzen sollte:

Müssen Mitarbeiter beispielsweise Teamplayer oder kritikfähig sein? Sollten sie gut unter Zeitdruck arbeiten können oder suchen Sie nach Führungspersönlichkeiten?

Tipp: Bleiben Sie bei den Wünschen und Anforderungen realistisch. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie Superman oder Supergirl anstellen werden. Konzentrieren Sie sich also auf die wichtigsten (Soft)Skills, die tatsächlich relevant sind und lassen Sie alles weg, was sekundär ist.

Kommunikation

Schließlich ist es wichtig herauszufinden, wo und wie Sie mit Ihren idealen Mitarbeitern kommunizieren können:

Auf welchen Plattformen sind sie unterwegs? Nutzt die Zielgruppe beispielsweise online Bewerbungsportale oder kann man sie auf Instagram durch gezielte Werbung ansprechen?

Ein weiterer wichtiger Punkt, der besonders in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund rückt, ist die Ansprache, also das Duzen oder Siezen im Bewerbungsprozess.

Wo früher noch die formelle Anrede per Sie als Standard galt, fühlen sich besonders junge Arbeitssuchende heute oft per Du deutlich wohler, was auch im Stellenangebot berücksichtigt werden sollte.

Vorgehen

Um die Candidate Persona schließlich zu erstellen, sollten Sie nach einer gewissen Struktur vorgehen, die sich einfach in drei Schritte einteilen lässt:

1. Informationen sammeln

Zunächst beginnen Sie damit, die Daten über die Persona zusammenzusammeln. Dafür sollten Sie möglichst viele verschiedene Quellen nutzen. Finden Sie beispielsweise heraus, was ehemalige Top-Bewerber ausgezeichnet hat, sehen Sie sich die Jobausschreibungen der Konkurrenz an und befragen Sie Ihre Mitarbeiter.

Achten Sie besonders darauf, mit Personen zu sprechen, die vielfältigen Altersgruppen entsprechen, verschiedene Positionen im Unternehmen haben und unterschiedlich lange bei Ihnen angestellt sind. Das fördert die Diversität und zeigt auf, was Ihr Team an der Arbeit und am Arbeitsplatz begeistert und langfristig glücklich werden lässt.

Wenn man die Zielgruppe bereits etwas eingeschränkt hat, bietet es sich an auf Social Media zu recherchieren, was diese Zielgruppe für Interessen vertritt. Weitere interessante Informationen können beispielsweise aus Studien über diese Altersgruppe und von Befragungen von Personen außerhalb der Firma, die auf die Beschreibung zutreffen, erlangt werden.

2. Persona erstellen

Basierend auf den gesammelten Informationen kann nun die Persona erstellt werden. Beginnen Sie bei den demografischen Angaben und arbeiten Sie sich dann von den beruflichen Anforderungen über die Kommunikation weiter zu den psychografischen Merkmalen vor.

Hierbei sollte man darauf achten, die Angaben präzise zu formulieren. Machen Sie keine oberflächlichen Angaben, wie „zwischen 20 und 30 Jahre alt“ oder „verheiratet, mit oder ohne Kinder“, sondern legen Sie stattdessen „23 Jahre alt“ und „verheiratet ohne Kinder“ fest.

3. Suche starten

Sobald Sie Ihre Persona fertiggestellt haben, können Sie mit der Personalsuche beginnen. Ihre HR-Abteilung kann nun eine Stellenausschreibung direkt an Ihre Mitarbeiter Persona adressieren und an sie anpassen. So stellen Sie sicher, dass die passenden Kandidaten auf Ihre Stellenanzeige reagieren.

Guter Tipp:
Es wird selten vorkommen, dass Sie tatsächlich auf einen Bewerber stoßen, der 100%ig Ihrer Candidate Persona entspricht. Achten Sie daher darauf niemanden zu übersehen, der beispielsweise ein anderes Geschlecht hat oder älter ist als Ihre Persona.

Fazit

Mithilfe einer Candidate Persona können Sie die Suche nach Mitarbeitern, die tatsächlich zu Ihrem Unternehmen passen und Ihr bestehendes Team gut ergänzen, vereinfachen und beschleunigen. Dabei beinhaltet eine abgeschlossene Beschreibung Ihres Wunsch-Kandidaten Angaben wie Werte, Ziele und Ängste sowie fachliche und persönliche Anforderungen. Diese Persona können Sie als fiktiven Adressaten für Ihre Mitarbeitersuche verwenden, wodurch Sie schließlich genau jene Bewerber ansprechen, die die Anforderungen des Unternehmens erfüllen und dieses hervorragend unterstützen können.

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Veröffentlicht am 22. Mai 2023

, aktualisiert am 14. November 2023

Vorstellung: Maria Beck

Maria Beck

Maria Beck ist Social Media & Content Manager bei Inconcepts. Mit viel Kreativität und Wortgewandheit erstellt sie für ihre Kunden Blogbeiträge, Websitetexte und Social Media Postings.

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