Übersicht der Sozialen Netzwerke

Facebook & Co. gibt es inzwischen beinahe so häufig wie Sand am Meer. Im Kern unterscheiden sich die zahlreichen sozialen Netzwerke jedoch in wichtigen Punkten, die auch fürs Marketing auf jenen Plattformen von Bedeutung sind.

Heute geben wir Ihnen eine Übersicht über die derzeit wichtigsten sozialen Netzwerke im deutschsprachigen Raum und was genau sie auszeichnet.

Facebook

Facebook ist zwar nicht der Urvater der sozialen Netzwerke, aber dennoch das am häufigsten genannte Beispiel in diesem Themenbereich. Das liegt unter anderem an den gewaltigen Nutzerzahlen: Im Dezember 2018 verzeichnete das Netzwerk 2,3 Milliarden aktive Nutzer, ein gutes Drittel der Weltbevölkerung ist also bei Facebook vertreten. Im Vergleich ist Facebook außerdem recht erwachsen, der Löwenanteil der Nutzer bewegt sich nämlich im Alter von 25 bis 34 Jahren.

Davon abgesehen hat Facebook ein wenig den Ruf der Allzweckwaffe fürs Marketing: Hier sind alle Geschlechter, alle Altersgruppen und alle Einkommensklassen vertreten. Die Gefahr, dass Sie Ihre Zielgruppe nicht gut erreichen, ist dennoch nicht gegeben: Für Werbetreibende stellt Facebook umfangreiche Marketing-Tools zur Verfügung, was auch die Integration von eCommerce-Tools miteinschließt. Insgesamt gibt es fast nichts, was Facebook nicht kann – nur Teenager erreichen Sie über andere Plattformen eventuell besser.

iPhone mit facebook App

Instagram

iPhone mit Instagram App

Instagram selbst gehört zwar inzwischen zu Facebook, im Kern unterscheiden sich beide Plattformen jedoch drastisch. Etwa eine Milliarde aktive Nutzer im Juni 2018 zählte Instagram, das seine Nutzer vor allem durch Bilder erreichen möchte. Die Anwender können hier einzelnen Nutzern – oder auch Marken und Unternehmen – folgen und anschließend alle Bilder und Videos sehen, die online gestellt werden. Über 50 % der Nutzerbasis sind zwischen 18 und 25 Jahre alt.

Insgesamt nutzen außerdem mehr junge Frauen Instagram, was bedeutet, dass Sie Instagram vor allem dann in Ihr Marketing einbeziehen sollten, wenn Sie genau diese demographische Gruppe bedienen möchten. Besonders lohnend ist das soziale Netzwerk als Marketinginstrument dann, wenn Sie Produkte verkaufen – denn die lassen sich besser in Hochglanz-Bildern einfangen als Dienstleistungen. Haben Sie sich auf packenden, visuellen Content eingeschossen, darf Instagram in Ihrer Strategie nicht fehlen.

Pinterest

Ein recht spezialisiertes soziales Netzwerk ist Pinterest, denn hier ist ein Großteil Nutzer weiblich (etwa 80 %) und im Alter zwischen 25 und 44 Jahren angesiedelt. Ähnlich wie bei Instagram sind es hier Bilder, die Nutzer fesseln sollen – unterteilt in Ideenkataloge. Die Anwender finden hier vorrangig Ideen für neue Projekte, wie Wohnungsgestaltung, Fotografie, Rezepte und Kochen, Basteln und mehr. Stammt Ihr Unternehmen aus einem dieser Bereiche (oder ähnlichen), stehen die Chancen gut, dass Pinterest in die Social-Media-Strategie aufgenommen werden sollte.

Sie können Pinterest beispielsweise verwenden, um Traffic zurück zu Ihrer Webseite oder einem Onlineshop zu leiten. Auch der Verkauf von Produkten ist über Pinterest inzwischen möglich, sodass die Webseite ein kleines zweites Standbein neben Ihrem eigentlichen Verkaufskanal sein kann. Anders als bei Instagram verdient der Großteil der Nutzer(innen) hier auch recht gut und liegt zwischen 40.000 und 60.000 Euro jährlich.

Kochbuch, Topf und Stift auf weißem Hintergrund

LinkedIn

LinkedIn konnte im Januar 2019 auf 590 Millionen aktive Nutzer zählen, die fast ausschließlich aus dem professionellen Bereich stammen. Hier stehen nicht der Alltag und der Kontakt mit Freunden im Vordergrund, sondern das Networking mit anderen Berufstätigen. Unternehmen nutzen LinkedIn unter anderem, um Stellenausschreibungen zu posten, Updates über den Betrieb zu verbreiten, Blog-Einträge zu verfassen und vieles mehr. Insgesamt hat das von Microsoft betriebene soziale Netzwerk damit einen sehr professionellen Touch.

Klassisches Marketing steht hier nicht im Vordergrund, vielmehr liegt der Fokus auf B2B-Beziehungen und dem Aufbau von Beziehungen zu Entscheidern aus anderen Unternehmen. Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken verfügt der typische LinkedIn-Nutzer über eine außerordentlich hohe Bildung und ein damit einhergehendes Einkommen. Inzwischen genießen Werbetreibende außerdem den Vorteil einer Werbeplattformen für digitales Marketing, was B2B-Advertising erleichtert. Auch das Zielgruppen-Targeting klappt damit gut – etwa durch die Auslieferung von Werbung an bestimmte Gruppen.

Xing

Xing ist ein verhältnismäßig kleines soziales Netzwerk, das fast ausschließlich in deutschsprachigen Ländern genutzt wird. Die etwa 15 Millionen Nutzer verteilen sich zu je einer Million auf die Schweiz und Österreich und 13 Millionen auf Deutschland. Ebenso wie LinkedIn richtet sich Xing an professionelle Anwender, von denen über 36 % einen Universitätsabschluss besitzen. Das Ziel ist auch hier das Vernetzen von Personen innerhalb derselben Branche und das Knüpfen von beruflich interessanten Kontakten.

Über die sogenannten Business-Pages können Unternehmen potenziellen Kunden beispielsweise Dienstleistungen oder Produkte vorstellen. Insgesamt bekommen Sie dadurch eine höhere Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit innerhalb der gewünschten Zielgruppe. Das aktive Bewerben der Informationen, die Sie teilen, lässt sich durch Zielgruppen-Targeting erreichen. Wie es nicht anders zu erwarten ist, finden Sie bei Xing außerdem in der Regel zahlungskräftige Kundschaft: 51 % der Nutzer verdienen mindestens 3.000 Euro im Monat.

YouTube

iPhone mit YouTube App

Komplett auf visuellen Content ausgelegt ist das im Jahr 2005 gegründete YouTube. Das zu Google gehörende Netzwerk erlaubt es allen angemeldeten Nutzern, Videos von beliebiger Länge hochzuladen. Werbeschaffende teilen somit Clips von wenigen Sekunden Länge oder auch mehrstündige Videoserien wie Tutorials – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Zu bedenken ist in jedem Fall, dass hochwertiger Videocontent deutlich kostspieliger in der Produktion ist als etwa Text oder Bilder.

Fast zwei Milliarden aktive Nutzer kann YouTube aktuell verzeichnen, hinsichtlich der Geschlechter präsentiert sich die Plattform ausgewogen. Etwa 74 % der Nutzerbasis schaut sich außerdem jede Woche auch Videos bestimmter Marken an – wodurch sich die Plattform sehr gut für Werbetreibende jeglicher Art eignet. Vor allem kleine Unternehmen profitieren außerdem von der Tatsache, dass hier Videos in unbegrenzter Menge und Länge kostenlos gehostet werden können, komplett ohne eigene Serverkosten oder Ausfallrisiken.

Twitter

iPhone mit Twitter App

Nach den zuletzt veröffentlichten Zahlen im Sommer 2018 bietet Twitter inzwischen 335 Millionen Nutzer. Eine Besonderheit bei diesem Dienst ist, dass alles kurz und knapp wiedergegeben wird: Mehr als die durchschnittliche Länge von einer oder zwei SMS-Nachrichten plus Bild können Sie nicht in eine Nachricht einbinden. Twitter eignet sich daher vor allem, um Ihre Zielgruppe schnell über Neuigkeiten zu informieren – neue Produktvorstellungen, Dienstleistungen oder andere Updates über Ihre Marken.

Vorrangig nutzen Menschen zwischen 25 und 44 Jahren die Plattform, Männer und Frauen halten sich dabei die Waage. Durch die Hashtags können Sie auch schnell andere, bislang unerschlossene Zielgruppen begeistern – oder an aktuellen Diskussionen teilnehmen, die sich positiv auf Ihre Marken auswirken könnten. Diverse Marketing-Services, die Twitter für Unternehmenskunden bereithält, erlauben außerdem die Veröffentlichung von zielgruppenorientierter Werbung.

Während Twitter in Amerika sehr beliebt ist, bleibt die Nutzung in Europa jedoch eher Bescheiden. In Österreich gab es 2018 ca. 155.000 Accounts. Wie viele davon tatsächlich auch aktiv genutzt werden ist nicht bekannt. Die Zahl dürfte jedoch weit unter den 150.000 liegen.

Snapchat

Noch recht jung ist das im Jahr 2011 gegründete Snapchat, das im Februar 2018 immerhin 187 Millionen aktive Nutzer zählen konnte. Hier finden Sie die mit Abstand jüngsten Nutzer: 78% der Anwender sind zwischen 18 und 24 Jahre alt, etwa 70% der gesamten Nutzerbasis ist weiblich. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass sich geteilte Fotos nach kurzer Zeit selbst wieder löschen. Öffentliche Inhalte, wie etwa bei Facebook oder Instagram, gibt es somit nicht im strengeren Sinn.

Unternehmen profitieren von Snapchat und dessen Features – wie Gruppen oder Instagram-ähnliche Storys – vor allem durch diese kurze Verfügbarkeit der Inhalte. Die Angst davor, etwas zu verpassen, bindet Nutzer an den Dienst und fördert die Verwendung der App. Mehr als 40 Minuten durchschnittlich pro Tag verbringen die Anwender in der App und setzen sich dabei auch mit Marken und Werbung auseinander.

iPhone mit Snapchat App

Benötigen Sie Hilfe bei der Umsetzung Ihres Social Media Marketings? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne!

  • Erhalten Sie wertvolle Marketing Tipps & Know-How
    Mit unserem E-Mail Newsletter schicken wir Ihnen kostenlos nützliche Artikel & Infos rund um das Thema Werbung & Marketing.
  • Felder mit * sind verpflichtend. Mit dem Absenden stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu.
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

KEEP LEARNING!

Abonnieren Sie unseren Newsletter & erhalten Sie regelmäßig GRATIS Marketing Know-how.

Mit dem Klick auf den Button "Newsletter abonnieren" stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu.

MockUp für das E-Book von Online Marketing