So funktioniert der erfolgreiche Content Audit

Guter Content ist eine grundlegende Komponente, um als Unternehmen zu wachsen und Kunden einen wirklichen Mehrwert zu liefern. Aber hie und da einen Blogartikel zu schreiben, wird auf Dauer leider nicht ausreichen. Inhalte müssen aufeinander abgestimmt und von Zeit zu Zeit mit einem Update versehen werden – Inventur machen sozusagen. Auch dies ist Teil einer fundierten und erfolgreichen Content Marketing Strategie. Wir erklären Ihnen alle wichtigen Punkte rund um das Thema Content Audit, damit Sie das volle Potenzial aus Ihren Inhalten herausholen können.

Was ist ein Content Audit?

Unter dem Begriff Content Audit versteht man die Bestandsaufnahme aller veröffentlichten Inhalte eines Unternehmens. Dies können Website Texte, Blogartikel, Social Media Beiträge usw. sein. Was wird also gemacht? Durch systematische Analyse und Aufarbeitung wird der Content überprüft und anhand verschiedener Kriterien angepasst. Wie schneiden die bestehenden Inhalte hinsichtlich ihrer Performance ab? Was können wir in Zukunft besser machen? Was erwarten unsere Besucher? Für die gesamte Content Marketing Strategie ist der regelmäßige Content Audit essenziell.

Wann macht ein Content Audit Sinn?

In regelmäßigen Abständen sollten Sie Ihre Inhalte wieder mal genauer unter die Lupe nehmen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Website immer up-to-date ist und Sie Ihren Besuchern keine veralteten Informationen liefern, da dies kann schnell unangenehm werden kann.

Aber auch um herauszufinden, ob Sie Ihre Content Marketing Ziele tatsächlich erreicht haben, macht eine Analyse durchaus Sinn. Das Heranziehen bestimmter KPIs (Key Performance Indicators) gibt Aufschluss über Ihre Entwicklung in einem bestimmten Zeitrahmen. Wenn Sie merken, dass an gewissen Stellen noch Luft nach oben ist, können und sollten Sie Optimierungen vornehmen. Nur so können Sie sichergehen, dass Ihre Content Marketing Strategie auf ganzer Linie funktioniert.

Sie planen die Neugestaltung Ihrer Website in Angriff zu nehmen? Auch hier empfiehlt sich als ersten Schritt ein gründlicher Content Audit. Selbst wenn Sie die Texte Ihrer alten Website nicht übernehmen wollen, so lernen Sie dennoch etwas für die Zukunft und können die neuen Inhalte unter einem anderen Blickwinkel erstellen.

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In nur 3 Schritten zum Content Audit

Wann, wie oft, wie genau? Wovon der Content Audit abhängt und wie man ihn am besten angeht, erfahren Sie im Folgenden:

1. Ziel festlegen

Überlegen Sie sich im ersten Schritt, welches Ziel Sie mit Ihrem Content Audit eigentlich verfolgen. Wenn Sie Ihre Kommunikation beispielsweise anders ausrichten oder Ihr Markenimage verändern möchten, dann sollte dieses Ziel von Anfang an klar definiert sein. Nur dann können Sie auch sicherstellen, dass Ihre Inhalte optimal aufeinander abgestimmt sind.

Bevor Sie mit dem eigentlichen Audit beginnen, stellt sich auch noch die Frage, ob Sie Ihren Content denn tatsächlich kennen. Haben Sie beispielsweise vor, Ihre Website zu erneuern, macht es natürlich keinen Sinn sämtliche Inhalte 1:1 zu übernehmen. Deswegen gilt es einen Content Audit schrittweise durchzuführen, wie eine Checkliste. Wie Sie dies angehen, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

2. Quantitativer Content Audit

Unternehmen schauen sich Ihre bestehenden Produkte und deren Performance im Verkauf an, um einen Eindruck davon zu bekommen, was gut funktioniert und welche Ware nicht mehr im Handel verfügbar sein soll. Genau wie Marken Ihre Produkte unter die Lupe nehmen, sollten WebsiteBetreiber dies auch mit Ihrem Content machen.

So starten Sie mit dem Audit

Bevor Sie Ihre Inhalte genauer aufschlüsseln, beginnen Sie mit diesen 3 simplen Schritten:

1. Machen Sie eine Inventur sämtlicher Website-Inhalte.

2. Schauen Sie sich an, welche Seiten gut performen und welche eher schlecht.

3. Content, der nicht gut performt, muss allerdings im Kontext betrachtet werden. Es kann sich durchaus um eine wesentliche Seite handeln, wie z.B. das Impressum, welches einfach nicht oft angeklickt wird.

Tooltip

Klingt nach einer Menge Arbeit? Nun, ein Content Audit ist je nach Umfang der Website sicherlich einiges an Arbeit. Sie können sich jedoch mit unserem nachfolgenden Tooltip eine Menge Arbeit ersparen und den Großteil der obigen Daten automatisiert aufbereiten.

Dafür empfehlen wir Ihnen das Tool „Screaming Frog SEO Spider.“ In der kostenlosen Version können Sie bis zu 500 URLs analysieren. Für ca. 150€ können Sie eine uneingeschränkte Lizenz für 12 Monate erwerben. Die Zeitersparnis selbst bei nur einem Content Audit dürfte dies auf jeden Fall wert sein.

Haben Sie den Screaming Frog Spider installiert, können Sie die Startseite Ihrer Website eingeben, um den Crawl zu starten. Das Programm folgt in weiterer Folge jedem Link und erstellt so eine vollständige Liste aller Inhalte Ihrer Website.

Website URL einfügen für den Crawl mit Screaming Frog Spider

Doch das ist noch nicht alles. Zu jeder Inhaltsseite wird eine Reihe an Informationen abgefragt und in einer Tabelle eingetragen. So erhalten Sie z.B. die Info zum Seiten Titel, der Meta Description, der H1, H2 und vieles mehr.

Informationen zur Website erhalten

Im oberen Bereich können Sie die Inhalte anschließend nach nur „HTML“ filtern, um nur Inhaltsseiten angezeigt zu bekommen.

Inhalte können nach HTML gefiltert werden

Diese Liste können Sie nun nach Excel exportieren und dort weiter bearbeiten.

Sicherlich würde Ihnen das alleine schon einiges an Aufwand ersparen. Doch richtig interessant wird es, wenn Sie Screaming Frog Spider mit Ihrem Google Analytics Account verknüpfen.

Dadurch werden zusätzlich zu jeder gecrawlten URL auch diverse Messwerte von Google Analytics direkt abgerufen. So können Sie z.B. die Seitenzugriffe, Absprungrate, Verweildauer und vieles mehr automatisiert für jede URL ergänzen.

Google Analytics Messwerte abrufen
Google Analytics Messwerte

Schauen Sie sich jetzt nochmals kurz die Liste der nötigen Informationen für einen qualitativen Content Audit an. Mit Screaming Frog können Sie tatsächlich all diese Informationen automatisiert abfragen und in Excel weiter bearbeiten.

Was natürlich bleibt, ist diese Daten durchzusehen und auszuwerten. Hier können Sie sich in Excel mit Filtern, Pivot Tabellen, bedingten Formatierungen, Sortierungen etc. weiterhelfen und zusätzliche Zeit sparen.

Darauf sollten Sie besonders achten

Nun da Sie einen Überblick über die gewonnen Daten bekommen haben, gilt es zu ermitteln, wo noch Verbesserungspotenzial besteht. Wo in fast allen Fällen nachgearbeitet werden kann, sind die internen Verlinkungen. Diese sind für Ihre Suchmaschinenoptimierung ein wertvolles Werkzeug. Zu Ihrer SEO gehören aber auch Title und Meta-Beschreibung, um für eine bessere Auffindbarkeit in der Suchmaschine zu sorgen.

Ein guter Tipp, den man sich beim quantitativem Content Audit merken kann, ist die Zuordnung der Inhalte zu Zielgruppen. Zum Beispiel kann man sich hier am Sales Funnel orientieren und den Content TOFU (Top of the Funnel), MOFU (Middle of the Funnel) und BOFU (Bottom of the Funnel) zuordnen. Im Grunde bedeutet das, dass Sie sich ansehen, welche Inhalte eher informierend sind, welche Inhalte vielleicht bereits Angebote für potenzielle Kunden vergleichen und welche Inhalte tatsächlich eine Conversion, z.B. einen Kauf herbeiführen sollen. Wenn Sie z.B. im Top of the Funnel sehr viel Content haben, aber den Bottom of the Funnel kaum bedienen, gibt es hier einiges an Potenzial für Sie herauszuholen. Schließlich möchten Sie, dass ein interessierter Besucher Ihrer Website eine Aktion ausführt.

3. Qualitativer Content Audit

Der letzte Schritt Ihres Content Audits ist die qualitative Analyse. Sie haben im Schritt zuvor das „Was“ untersucht, nun stellen wir uns die Frage nach dem „Warum“.

Der qualitative Audit bietet sich dann besonders gut an, wenn Sie z.B. planen eine Neupositionierung im Unternehmen anzugehen oder mehr über Ihre bestehende Zielgruppe erfahren möchten. Die gesammelten Daten geben Aufschluss darüber, welcher Content gut performt und welche Inhalte in Zukunft vernachlässigt werden können. Bei der qualitativen Analyse sehen wir uns aber im Detail an, WARUM diese Inhalte gut ankommen und wie Sie anhand dieser Erkenntnisse künftig neuen Content erstellen können.

Welche Faktoren dabei herangezogen werden, sehen wir uns im Folgenden an:

  • Nutzerfreundlichkeit

Wenn es um das Nutzererlebnis geht, kann ein Blick auf die Absprungrate geworfen werden. Ist die Absprungrate auffallend hoch, kann dies ein Indiz für mangelnde Nutzerfreundlichkeit sein. Auf diese sollte unbedingt Acht gelegt werden, damit Sie einerseits im Ranking steigen und andererseits Ihren Besuchern einen echten Mehrwert liefern.

  • Relevanz

Behalten Sie im Hinterkopf, dass Ihr Content zu einer Conversion führen sollte. Dies wird nur dann der Fall sein, wenn ein echter Mehrwert für Ihren Kunden entsteht und er eine Relevanz in den Inhalten sieht.

  • Qualität

Die Qualität Ihres Contents sollte für Sie oberste Priorität haben. Zu den Kriterien zählen Rechtschreibung, Links, Suchmaschinenoptimierung usw. Diese haben schlussendlich auch große Auswirkungen auf Ihr Suchmaschinenranking. Außerdem schätzen Ihre Kunden qualitativ hochwertige Inhalte und Sie garantieren damit für einen seriösen und professionellen Unternehmensauftritt.

  • Aktualität

Veraltete Informationen haben weder für Ihre Kunden, noch für Sie einen Wert. Sortieren Sie also von Zeit zu Zeit aus, indem Sie vergangene Termine, Ankündigungen, News etc. löschen. Dies schafft Ordnung und vermeidet Verwirrung bei den Besuchern.

  • Handlungsorientierung

Vergessen Sie nicht, mehrmals einen Call to Action auf Ihrer Website zu setzen. Dieser sorgt dafür, dass Ihre potenziellen Kunden immer weiter Richtung Kauf geführt werden. Wir empfehlen Blogartikel grundsätzlich mit einem CTA abzuschließen, der den Besucher auffordert, Sie bei Interesse zu kontaktieren.

  • Vergleich

Es bietet sich immer gut an, bestehende Inhalte, die gut ranken miteinander zu vergleichen. Die positiven Gemeinsamkeiten sind konkrete Hinweise dafür, was Kunden an Ihren Inhalten gefällt. Haben Sie die Aspekte identifiziert, sollten Sie diese auch bei der Erstellung von neuem Content berücksichtigen.

Die Vorteile des Content Audit

Ein regelmäßiger Content Audit kann also anhand der genannten Schritte durchgeführt werden. Abschließend möchten wir noch die wichtigsten Vorteile nennen, um die Relevanz dieser Disziplin zu verdeutlichen.

  • Bringen Sie Ordnung in Ihre Website, indem Sie veraltete Informationen löschen
  • Erhöhen Sie Lesbarkeit, Nutzerfreundlichkeit und allgemein die Qualität Ihrer Inhalte
  • Verbessern Sie Ihr Suchmaschinenranking
  • Erfahren Sie mehr über Ihre Zielgruppe und welche Inhalte besonders gut ankommen
  • Reduzieren Sie den Wartungsaufwand
  • Kreieren Sie Content entlang der Customer Journey

Fazit: Mithilfe des Content Audits erfahren Sie viel über die Qualität und Relevanz Ihrer Inhalte. Welcher Content performt gut bzw. schlecht und warum? Dies hilft Ihnen in Zukunft einen noch größeren Mehrwert für Ihre Besucher zu schaffen und das Meiste aus Ihren Inhalten herauszuholen!

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