Grundlagen & Best Practices für einen erfolgreichen Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung

Fast jeder hat schon vom Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört. Was es wirklich bringt und wie es funktioniert – da gibt es viele Meinungen dazu. Für viele ist es nur eine undurchsichtige Angelegenheit, mit der sie sich eigentlich nicht befassen möchten. In diesem Artikel wollen wir einfach und verständlich die Chancen durch SEO beleuchten und ein grundlegendes Verständnis über dieses komplexe Thema schaffen, sowie die ersten wichtigen Schritte einer erfolgreiche SEO erläutern.

In aller Kürze erklärt. Was ist Suchmaschinenoptimierung eigentlich?

Starten wir kurz mit der grundlegenden Frage was SEO (Search Engine Optimization = Suchmaschinenoptimierung) eigentlich ist. Ganz einfach gesagt geht es darum, bei passenden Suchanfragen in den Suchmaschinen idealerweise an erster Stelle zu erscheinen, und somit Besucher auf die Website zu locken.

Im Fachjargon werden die Suchergebnisseiten von Suchmaschinen SERP genannt (Search Engine Result Page) und die Platzierung auf dieser Seite wird als Ranking bezeichnet.

Auf der ersten Seite der Suchergebnisse gibt es 10 nicht bezahlte Plätze (auch bekannt als „organische Suchergebnisse“). Je nach Suchmaschine gibt es über und unter den organischen Suchergebnissen auch die Möglichkeit, über das Werbeprogramm der Suchmaschine bezahlte Platzierungen zu schalten (bei Google z.B. mit Google Ads, vormals Google AdWords). Spricht man von Suchmaschinenoptimierung, meint man jedoch immer die nicht bezahlten, organischen Platzierungen.

Gutes Ranking bringt den Erfolg

Warum es wichtig ist, möglichst weit vorne gefunden zu werden, dürfte relativ logisch sein. Wie haben Sie nach den letzten Produkten, Urlauben, Anbietern usw. gesucht? Richtig, in der Regel startet eine solche Suche über eine Suchmaschine. Erscheint ein Anbieter nicht auf der ersten Seite, erhält er kaum Klicks von Personen, die nach seinem Angebot suchen.

Laut einer Studie von Sistrix entfallen 99,1% der Klicks auf die Ergebnisse der 1. Seite bei Google. Das heißt nur 0,9% gehen überhaupt auf die 2. Seite. Doch auch auf der ersten Seite selbst gibt es einen Kampf um die besten Plätze. So erhält der erste Platz 60% der Klicks, der 2. nur noch 16%, der 3. Platz 8%. Somit entfallen bereits 84% der Klicks auf die ersten 3 Ergebnisse die restlichen 16% verteilen sich abfallend auf die Plätze 4-6 (siehe Diagramm).

Somit wird schnell ersichtlich, dass es absolut wichtig ist, eine gute Reihung (Ranking) in den Suchergebnissen zu erzielen. Das Problem: Jeder möchte an erster Stelle stehen. Hier kommt also Suchmaschinenoptimierung ins Spiel. Mit Suchmaschinenoptimierung versucht man, die eigene Website so zu optimieren, dass sie zu relevanten Suchanfragen möglichst weit vorne gefunden wird.

Was Top Platzierungen in Suchmaschinen für Unternehmen bedeuten

Bedeutung

Leute suchen in Suchmaschinen genau nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung. Es gibt keinen besseren Ort um Interessent und Anbieter zusammen zu bringen. Die Krux – wenn Ihr Ergebnis nicht erscheint, bekommen Sie auch nichts vom Kuchen ab.

Hier die Fakten einer bekannten Internet Studie von Fittkau & Maaß Consulting GmbH:

  • 57% der Nutzer geben an, eher anfangs Suchmaschinen zu nutzen, um einen Überblick über das Angebot zu erhalten.
  • 30% setzen bei Ihrem Kauf sowohl am Anfang wie auch kurz vor dem Ende ein.
  • 32% der Nutzer meinen, dass Anbieter die bei Suchanfragen zum gleichen Thema immer wieder oben auftauchen in diesem Bereich führend sind.
  • Wird ein Händler bei einer Suchanfrage nicht gefunden, gehen 33% der Nutzer davon aus, dass er das Produkt nicht anbietet. 16% der User glauben, dass der Anbieter in diesem Bereich offensichtlich nicht führend ist.

Und wie genau funktioniert das jetzt eigentlich mit der Suchmaschinenoptimierung?

Nun, ganz grob gesagt gibt es 4 Bereiche, die Einfluss auf die Reihung (Ranking) haben.

  1. Technische Aspekte Ihrer Website
  2. Die Inhalte Ihrer Website
  3. Benutzerfreundlichkeit und Benutzer Signale
  4. Verlinkungen von anderen zu Ihrer Website (Backlinks)

Wie gut die eigene Website in jedem dieser 4 Punkte ist, bestimmt insgesamt die Reihung in den Suchergebnissen. Möchte man also die Auffindbarkeit in Suchmaschinen verbessern, muss man diese 4 Punkte optimieren. Eigentlich ganz einfach oder? Warum ist dann das Ganze so komplex und unverständlich?

Frau sitzt vor Laptop

Das Problem

Zum einen ist das Problem, dass die genauen Berechnungen für die Reihung streng geheim sind. Seit einiger Zeit wird sogar eine künstliche Intelligenz von Google eingesetzt (Google Rank Brain), die selbstständig lernt, gute Ergebnisse zu erkennen. Was diese künstliche Intelligenz wie bewertet ist selbst den Ingenieuren bei Google nicht mehr vollständig bekannt.

Suchmaschinen arbeiten beständig daran Faktoren zu isolieren, mit denen sie gute Inhalte lokalisieren können. Denn die Mission von Suchmaschinen ist es, dem Suchenden das bestmögliche Ergebnis für seine Suchanfrage zu liefern.

Über die Jahre gab und gibt es immer wieder Leute, die durch diverse Tricks versuchten in der Reihung nach vorne zu kommen. Daher müssen auch Suchmaschinen ständig ihre Berechnungen und Bewertungen verfeinern und anpassen. Somit wird die ganze Angelegenheit Stück für Stück komplexer. Was früher noch für bessere Rankings gesorgt hat, kann heute schon schaden.

Woher soll man also wissen, wie man die eigene Website nach vorne bringt?

Die Lösung

Suchmaschinenbetreiber geben viele Informationen weiter, wie eine optimale Website auszusehen und zu funktionieren hat. Ebenso wurden über die Jahre unzählige Tests von vielen intelligenten Marketern gemacht um zu verstehen, was einen positiven Effekt auf die Reihung hat. Daraus hat sich eine große Menge an Know-How und Best Practices ergeben, welches auf Konferenzen, in Büchern, Seminaren und Artikeln auch bereitwillig geteilt wird.

Was Sie tun können

Es gibt keine Tricks für langfristige top Platzierungen

Leider ist die Meinung noch immer recht verbreitet, dass man mit ein paar Tricks und Suchbegriffen, die man an den richtigen Stellen reinstopft, eine Verbesserung erreichen kann. Dem ist nicht so. Es gibt keine Tricks die langfristig das gewünschte Ergebnis bringen.

Google gibt mit seinen Webmaster Guidelines vor, wie sie sich eine ideale Website zu einem Thema vorstellen. Denn eines dürfen wir nicht vergessen – die Absicht von Google ist es, dem Suchenden die perfekten Suchergebnisse für seine Suchanfragen auszuliefern. Nur wenn die User zufrieden sind und Google fleißig nutzen, bleibt Google im Geschäft. Somit ist es für Google nicht nur eine edle Zielsetzung, diese Mission zu erreichen, sondern auch absoluter Selbstzweck. Keine User, keine Suchanfragen, keine Klicks auf bezahlte Anzeigen.

Versteht man diesen Sachverhalt, weiß man auch, was man tun muss, um top Platzierungen zu erreichen. Ihre Website muss für die jeweilige Suchanfrage das beste Ergebnis darstellen. Oftmals teilen uns Kunden eine lange Liste von Suchbegriffen (sogenannten „Keywords“) mit, zu denen Sie gerne gefunden werden möchten. Analysieren wir dann die Website, finden wir jedoch oftmals überhaupt keinen oder nur sehr wenig hochwertigen Inhalt rund um die diversen Keywords.

Black Hat versus White Hat

Es gab und gibt Anbieter und Unternehmer, die sich nicht die Mühe machen möchten, hochwertige Inhalte aufzubauen. Sie halten sich bewusst nicht an die Google Webmaster Guidelines und versuchen, Abkürzungen und sonstige Tricks zu finden, wie sie ihre Rankings erreichen können. Dies ist keineswegs erfolglos – immer wieder gelingt es ihnen, Wege zu finden, die zumindest eine Zeit lang gut gehen. Langfristig gesehen sind solche Anstrengungen jedoch in der Regel nicht erfolgreich.

Um diese 2 Arten der Herangehensweise zu unterscheiden, wurden die Begriffe Black Hat und White Hat SEO geprägt. Der Vergleich entstammt den klassischen Western Filmen, in denen die bösen Cowboys stets schwarze Hüte tragen, und die guten weiße.

Jeder muss für sich selbst entscheiden, inwiefern er mit oder gegen die Regeln der Suchmaschinen spielen möchte. Für Unternehmer und auch Anbieter, die nachhaltige Rankings aufbauen möchten und keine Lust auf russisches Roulette haben, gibt es jedoch keine Alternative zur White Hat SEO.

Suchmaschinenoptimierung – eine vielfältige Disziplin

Tatsächlich besteht Suchmaschinenoptimierung heutzutage aus vielen Disziplinen. Technisches Know-How und Optimierung, gute Inhalte, User Experience, PR, Marketing und Strategie. Ganz schön umfangreich oder?

Das technische Grundgerüst der Website muss optimal umgesetzt sein. Man muss wissen zu welchen Themen und Suchbegriffen man welche Inhalte bereitstellt. Die Inhalte müssen überzeugen und gleichzeitig idealerweise Nutzer dazu bringen, diese zu teilen, zu verlinken oder weiter zu empfehlen. Und man muss wissen, wie man langfristig seine Inhalte ausbauen kann, welche Themen man in Suchmaschinen einnehmen will und vor allem kann.

Eigentlich ganz einfach oder? In der Theorie ist so etwas schnell gesagt, in der Praxis sieht es da natürlich schon ganz anders aus. Wie anfangs bereits erwähnt, ist SEO nichts, was man in einem Artikel mit allen Tipps und How-Tos mal kurz erklärt. Im weiteren Artikel möchten wir Ihnen aber dennoch einen grundlegenden Fahrplan für eine erste Optimierung an die Hand geben.

Was jeder über dieses Thema wissen muss

Mit den bisherigen Infos in diesem Artikel sollten bislang mehrere Punkte für Sie klar geworden sein:

  1. Niemand kann es sich leisten, in Suchmaschinen nicht gefunden zu werden.
  2. Es gibt keine Tricks und Abkürzungen.
  3. Suchmaschinenoptimierung muss professionell und mit einem guten Konzept angegangen werden.
  4. Suchmaschinenoptimierung ist eine langfristige, harte und beständige Arbeit, die weit mehr ist als nur „Suchbegriffe irgendwo reinzustopfen“.
  5. Um bei den gewünschten Suchbegriffen gefunden zu werden, müssen Sie erstklassige Inhalte bereitstellen.

Suchmaschinenoptimierung bietet Ihnen echte Chancen. Wenn es professionell gemacht wird, kostet es aber auch echtes Geld, da viel Aufwand damit verbunden ist.

Schauen wir uns nun im weiteren Artikel die wichtigsten Punkte an, um mit einer Suchmaschinenoptimierung zu starten.

So legen Sie mit Ihrer SEO los – 6 Schritte von Zero to Hero

Mit den folgenden 6 groben Schritten können Sie eine erfolgreiche Optimierung starten:

  1. Keyword Recherche
  2. Mitbewerbsanalyse
  3. Optimierungskonzept / Keyword Mapping
  4. Technische Analyse & Optimierung
  5. Content Analyse & Optimierung
  6. Monitoring und weitere Optimierung

Schauen wir uns kurz die wichtigsten Punkte rund um diese 6 Schritte an.

Keyword Recherche

Der erste und wichtigste Schritt besteht natürlich darin, die relevanten und passenden Suchbegriffe zu finden, für die man optimieren sollte.

Diesem Schritt könnte man einige Artikel für sich widmen, um die verschiedensten Aspekte zu beleuchten. Für den Zweck von diesem Artikel möchten wir Ihnen jedoch einen schnellen Überblick geben und die Wichtigkeit von diesem ersten Schritt vermitteln. Denn werden die falschen Keywords für die Optimierung gewählt, ist die gesamte restliche Optimierung von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Oftmals wird dieser Schritt unterschätzt. Anbieter denken zu wissen, wie ihre potentiellen Kunden suchen. Obwohl es aus Sicht des Anbieters absolut logisch erscheint, sind User nicht immer logisch bzw. kennen sie oftmals auch nicht die Fachbegriffe, die der Anbieter verwendet. Eine gründliche Recherche um die diversen Formulierungen zu finden ist demnach unerlässlich.

Wie kann eine Recherche aussehen

Ein weiterer Stolperstein sind zu generelle oder unrealistische Keywords. Angenommen wir wären eine Steuerberatungskanzlei im 4. Bezirk in Wien und hätten gerade mit einer neuen Website gestartet. Bislang gab es keine Website oder keine guten Rankings – das soll nun geändert werden. Naheliegend wäre zu sagen „Steuerberater“ und „Steuerberatung“ wären die wichtigsten Suchbegriffe. Natürlich haben diese das meiste Suchvolumen. Jedoch sind diese Keywords auch sehr generell, wodurch die Konkurrenz extrem hoch ist. Eine kurze Suche nach Steuerberatung in Google zeigt uns, dass es 23.600.000 Ergebnisse zu diesem Begriff gibt. Darunter finden sich viele große Anbieter, die bereits seit langer Zeit umfangreiche Websites aufgebaut haben.

Google Suche Steuerberatung

Dieses Keyword ist zwar relevant, jedoch speziell für den Start zu generell. Hier auf Anhieb ein top Ranking zu erzielen wäre nicht realistisch. Zudem stellt sich die Frage, welche Information der Suchende finden möchte. Sucht er einen Steuerberater in Kärnten, Vorarlberg, Steiermark? Möchte er wissen was es bedeutet? Wie man Steuerberater wird? Das Keyword selbst gibt keinen direkten Aufschluss über die Suchabsicht (Search Intent) des Users.

Grenzen wir das Keyword also weiter ein, und nehmen wir das Keyword Steuerberatung Wien. Auch das ist noch ein relativ generelles Keyword, doch plötzlich konkurrieren wir „nur“ noch mit 5.790.000 Suchergebnissen. Immerhin nur noch ca. ein Fünftel, im Vergleich zu Steuerberatung.

Google Suche Steuerberatung Wien

 

Grenzen wir es also weiter ein und konzentrieren wir uns auf unseren Standort. Steuerberatung 1040 Wien liefert jetzt nur noch 140.000 Ergebnisse.

Google Suche Steuerberatung Wien 1040

Als weitere Alternative zu Steuerberatung Wien finden wir auch den Suchbegriff „Steuerberatungskanzlei Wien.“ Mit 64.700 Ergebnissen ein Nischenkeyword, im Vergleich zum generellen Begriff „Steuerberatung.“ Ebenso ist hier die Suchabsicht bereits deutlicher – der User sucht tatsächlich nach einer Kanzlei in Wien. Natürlich wird das Suchvolumen wesentlich geringer sein. Doch außer man ist ein Nachrichtenportal oder Blog, der möglichst viel Traffic generieren möchte, geht es nicht rein um die Menge der Besucher, sondern vor allem darum, die zu erhalten, welche auch das Produkt oder die Dienstleistung in Anspruch nehmen möchten.

Google Suche Steuerberatungskanzlei Wien

Ein weiterer Ansatz wäre es, die Leistungen der Steuerberatung herunter zu brechen und hier nach passenden Keywords zu suchen. Auch hier sollte man möglichst versuchen zu überlegen, was das eigenen USP (Alleinstellungsmerkmal) ist.

Quellen für Keywords

Wie erhält man nun Ideen zu den verschiedensten Varianten und Suchbegriffen? Auch hier gibt es unzählige Möglichkeiten. Wir möchten Ihnen hier 3 kostenlose Quellen, direkt von Google vorstellen:

1. Google Suggest

Beginnen Sie, eine Suchanfrage in Google einzugeben, erscheinen relativ bald Vorschläge zu möglichen Suchbegriffen. Dies sind Suchbegriffe, die tatsächlich auch von anderen Usern gesucht wurden. Indem Sie verschiedene Buchstaben nach Ihrem Keyword eingeben, können Sie sehen, welche Vorschläge Google Ihnen macht. Diese Arbeit kann man manuell machen, oder diverse Tools nutzen, welche die Vorschläge automatisiert abfragen. Ein mögliches Tool wäre z. B. „Hypersuggest.“ In der gratis Version werden einem 10 Vorschläge angezeigt, mit einem bezahlten Plan sieht man auch die restlichen Ergebnisse.

2. Google Related Searches

Wenn Sie eine Suche durchgeführt haben, erscheinen am Ende der Seite weitere, verwandte Suchanfragen, die häufig gesucht werden. Diese Daten stammen wiederum direkt von Google selbst und sollen dem User helfen, die gesuchte Information zu finden. Für die Keyword Recherche können wir diese Quelle wiederum nutzen, um Ideen für Keywords zu finden.

3. Google Ads Keyword Planner

Der Klassiker unter den Keyword Tools ist und bleibt der „Google Ads Keyword Planner“. Mittlerweile hat man nur noch Zugriff darauf, wenn man auch ein Google Ads Konto hat. Allerdings genügt es, ein Konto anzumelden – man muss keine aktiven Kampagnen haben. Hier kann man nach Suchvorschlägen suchen oder auch die URL einer bestimmten Inhaltsseite eingeben, um zu sehen, was Google passend zum Inhalt als Keywords vorschlagen würde.

Haben Sie einmal eine Liste an Keywords, können Sie diese im Keyword Planner auch auf das grobe Suchvolumen für ein bestimmtes Land / Region prüfen. Somit sehen Sie schnell, wie häufig ca. ein Suchbegriff pro Monat gesucht wird.

Da auch hier die Daten direkt von Google selbst kommen, ist dies ein optimales und noch dazu kostenloses Tool für die Keyword Recherche.

Mitbewerbsanalyse

Haben Sie Ihre Keywords definiert, sollten Sie nun herausfinden, welche Anbieter in den top Platzierungen für die jeweiligen Keywords erscheinen. Schauen Sie sich an, welche Inhalte diese Websites bereitstellen – wie umfangreich sind sie? Wie gut sind sie geschrieben? Wie umfangreich sind die Websites selbst?

Damit bekommen Sie eine erste Idee dafür, was Sie tun müssen, um die aktuellen „Champions“ zu schlagen.

Dennoch sollten Sie realistisch bleiben. Vor allem wenn Sie gerade mit einer Website neu starten oder nur ein kleines Budget für die Optimierung haben, sollten Sie darauf achten, gegen wen Sie antreten. Ein kleiner, gerade gelaunchter Online Shop mit Damenschuhen wird bei den hochwertigsten Keywords kaum gegen Riesen wie Zalando & Co ankommen. Hier müsste man wiederum schauen, welche Nischen Keywords man für den Start besetzen möchte und sich später Stück für Stück zu größeren Keywords vorhanteln.

Optimierungskonzept / Keyword Mapping

Nachdem Sie nun die Liste der Keywords haben, die Sie optimieren möchten, sollten Sie schauen, auf welchen Inhaltsseiten der Website Sie welche Keywords optimieren können.

Am besten Sie erstellen eine Excel Liste mit allen Inhaltsseiten Ihrer Website. Ein zum Teil kostenloses Tool (bis 500 URLs) ist der berühmte „Screaming Frog Spider.“ Dieser erfasst alle Inhalte Ihrer Website und gibt sie in einer übersichtlichen Liste aus, die Sie auch für Excel exportieren können.

Schauen Sie nun, welche Themen / Keywords auf welchen Inhaltsseiten Sinn machen würden und ordnen Sie diese im Excel entsprechend zu. Dies zeigt Ihnen schnell, ob Sie weitere Inhaltsseiten benötigen, denn oft entdeckt man, dass man für gewisse Keywords keine passenden Inhalte hat. Denken Sie daran – um das Keyword auf einer Inhaltsseite optimieren zu können, muss das Thema und auch das Keyword sowie eventuelle Varianten (Einzahl, Mehrzahl, Synonyme) tatsächlich vom Inhalt gut abgedeckt sein.

Lange Zeit galt die goldene Regel, pro Inhaltsseite ein Hauptkeyword zu optimieren. Zwar wurde Google über die Jahre immer besser darin, ähnliche Keywords zu verstehen (z. B. Steuerberatung Wien und Steuerberater Wien), dennoch ist das System nicht perfekt. Daher empfehlen wir Ihnen nach wie vor sich auf 2-3, thematisch verwandte Hauptkeywords zu konzentrieren. Varianten und verschiedenste Schreibweisen können Sie ergänzend notieren, jedoch sollten Sie sich auf die Hauptkeywords in Ihrer Optimierung fokussieren. Weitere alternative Schreibweisen werden von Google mit der Zeit selbstständig ergänzt, wenn Sie einmal beginnen, bei den großen Keywords zu reihen.

Technische Analyse & Optimierung

Der nächste Schritt besteht daraus, die technische Umsetzung der Website zu analysieren und zu optimieren. Dieser Schritt ist ohne einen professionellen Webentwickler schwer zu realisieren und geht von simplen Punkten zu teilweise sehr komplexen, technischen Themen. Dennoch wollen wir Ihnen hier eine Liste der Dinge geben, die Sie bereits mit dem oben erwähnten „Screaming Frog Spider“ und manuellen Durchblicken der Seite relativ leicht erkennen können.

  1. Sind die Inhalte indexierbar?
  2. Gibt es fehlerhafte Seiten (Status Code 404)?
  3. Gibt es viele oder unpassende Weiterleitungen (Status Code 301, 302)?
  4. Wie steht es um die Ladezeit der Website?
  5. Haben die Inhaltsseiten optimierte Title Tags? Sind sie zu lange oder zu kurz?
  6. Haben die Inhaltsseiten optimierte Meta Description Tags? Sind sie zu lange oder zu kurz?
  7. Ist die Überschriften Hierarchie je Seite korrekt? (Nur eine, sinnvolle H1 pro Seite; H2, H3, H4 etc. in korrekter, logischer Reihenfolge?)
  8. Gibt es „Duplicate Content“? (gleiche Inhalte, die unter verschiedenen URLs erreichbar sind – dazu gehört z. B. auch, ob Ihre Website unter http://www.abc.at sowie http://abc.at aufrufbar ist. Hier sollte immer auf eine Variante mit Status Code 301 weitergeleitet werden.)
  9. Haben Sie ein SSL Zertifikat für die Website eingerichtet und ist es korrekt eingerichtet? (Wiederum sollte ein Aufruf über http://www.abc.at und https://www.abc.at jeweils auf eine Version weiterleiten, z. B. https://www.abc.at)
  10. Werden die wichtigsten Inhaltsseiten auch entsprechend oft verlinkt? (Menü, interne Verlinkungen etc.)

Erstellen Sie eine Liste aller Punkte, die Ihnen auffallen und lassen Sie diese anpassen. Eine schnelle und nach wie vor recht effektive Maßnahme besteht darin, den Title und die Meta Description aller Seiten zu optimieren.

Aber auch die Ladezeit sollten Sie nicht vernachlässigen – auch das ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden, um gute Rankings zu erreichen.

Content Analyse & Optimierung

Im nächsten Schritt schauen Sie sich die Inhalte Ihrer Website an. Sie haben ja bereits ein Optimierungskonzept erstellt, in welchem Sie den verschiedenen Inhaltsseiten die wichtigsten Keywords zugeordnet haben. Meist fallen einem bereits in diesem Schritt diverse Anpassungen auf, die man vornehmen muss.

Schauen Sie, ob es auf jeder Seite auch wirklich primär um die gewünschten Keywords geht. Prüfen Sie, ob die Keywords in den Überschriften und auch dem Fließtext vorkommen. Dabei sollten Sie nicht wie vor einigen Jahren versuchen, die Keywords einfach möglichst oft zu verwenden (Keyword Stuffing) um eine gewisse „Keyword Dichte“ zu erhalten. Der Text muss sich für die Besucher gut und flüssig lesen. Wenn Sie das gewünschte Thema mit all seinen Facetten im Text behandeln, werden Sie automatisch die gewünschten Keywords unterbringen.

Achten Sie auch auf eine ansprechende Formatierung der Inhalte. Nutzen Sie genügend Zwischenüberschriften, kurze Absätze mit maximal 5-6 Sätzen, Aufzählungslisten sowie Medien (Bilder, Videos etc.) um die Inhalte möglichst attraktiv für die Besucher zu machen. Vergessen Sie nicht das grundlegende Prinzip: Sie müssen Ihren Inhalt zum besten Suchergebnis für das jeweilige Keyword machen, um auf Platz 1 reihen zu können.

Monitoring und weitere Optimierung

Nach diesem ersten Durchgang haben Sie eine Website, die nun relativ gut für Suchmaschinen optimiert ist. Ist die Arbeit damit erledigt? Leider nein.

Suchmaschinenoptimierung ist ein laufender Prozess. Warum? Sie werden es selbst merken. Sie haben brav und sorgsam alle Maßnahmen wie oben beschrieben umgesetzt. Nun müssen Sie etwas Geduld haben um zu schauen, ob Ihre Maßnahmen auch die gewünschten Ergebnisse erzielen. Änderungen werden von Google sehr schnell erkannt, bis die Auswirkungen in den Rankings wirklich zum Tragen kommen, kann es dennoch ein paar Wochen dauern.

Verbesserung durch regelmäßige Überprüfung

Sie sollten Ihre Keywords regelmäßig prüfen um zu sehen, auf welchen Plätzen Sie nun reihen und wie sich die Rankings entwickeln (Keyword Monitoring). Zwar könnten Sie das händisch versuchen, leichter geht es aber kostenlos mit der Google Search Console. Hier gibt es einen Bericht über alle Suchbegriffe, zu denen Ihre Website in Google angezeigt wurde, inklusive der durchschnittlichen Position, Anzahl der Impressionen und Klicks. Natürlich müssen Sie auch in dem Fall die Daten aus der Search Console manuell auslesen und regelmäßig prüfen.

Möchten Sie es noch bequemer haben, können Sie eines von vielen SEO Tools nutzen. Eine Möglichkeit wäre z. B. Sistrix oder Xovi. In beiden Tools können Sie Ihre Keywords definieren und das Tool automatisch in gewünschten Abständen die Rankings prüfen und aufzeichnen lassen. Mit diesen Tools können Sie auch übersichtliche Berichte erstellen, die Ihnen automatisch als PDF zugeschickt werden.

Nun heißt es, die erreichten Rankings zu analysieren und neue Maßnahmen zu definieren. Manche Keywords haben es vielleicht auf top Positionen geschafft, andere haben sich verbessert, sind aber immer noch nicht auf Seite 1 der Ergebnisse, andere haben vielleicht überhaupt nicht reagiert oder sich gar verschlechtert.

SEO ist ein beständiger Prozess, der aus analysieren, Maßnahmen definieren und umsetzen besteht. Dieser Prozess wiederholt sich regelmäßig, um so nach und nach die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Fazit:  Auch wenn es zu diesem Thema noch viel mehr zu sagen gäbe, haben Sie in diesem Artikel einen guten Überblick über die wichtigsten Grundlagen erhalten, sowie einen ersten Fahrplan an die Hand bekommen, um mit Ihrer SEO starten zu können. Viel Erfolg damit!

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