10 Schritte für eine erfolgreiche Website – So erstellen Sie eine erfolgreiche Website Strategie!

Projekt: neue Website – so manche erblassen vor Schreck bei dem Gedanken daran, Ihre Website neu erstellen zu müssen. Alleine der Gedanke an die Planung, geschweige denn die Koordination der Umsetzung lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Bei dem Stichwort Texte bzw. Inhalte beginnen sich bereits die Finger zu verkrampfen und ein gehetztes Gefühl macht sich breit. Doch muss die Umsetzung einer Website wirklich immer ein solcher Kraftakt sein? Könnte man nicht mit Plan und Struktur an die Sache herangehen und eine erfolgreiche Website erstellen? Genau diesem Thema widmen wir uns in diesem Artikel.

1. Der erste Schritt einer jeden Reise: Definition des Ziels

Bevor wir uns in dieses Abenteuer stürzen, sollten wir zuerst definieren, wo wir eigentlich hin möchten. Was ist das Ziel Ihrer erfolgreichen Website? Was soll damit erreicht werden? Überlegen Sie sich, wie die Website Ihre verschiedensten Prozesse bzw. bestehenden Marketing-Maßnahmen unterstützen könnte. Neukundenakquise? Service von Bestandskunden? Unterstützung für Vertriebspartner? Generelle Informationen für Interessenten? Eine Website kann viele Zwecke erfüllen, umso wichtiger ist es, sich Zeit für die Möglichkeiten zu nehmen und zu analysieren, wie man sie optimal nutzen kann. Dies stellt bereits die Weichen für die weitere Planung und Umsetzung.

2. Für wen wird die Website erstellt? Definition der Zielgruppe

lachende FrauFast genauso wichtig wie das Ziel ist die Zielgruppe. Wer soll mit der Website angesprochen werden? Analysieren Sie Ihre Zielgruppe(n) und überlegen Sie, was diese auf einer optimalen und damit erfolgreichen Website erwarten würden. Versuchen Sie dabei möglichst detailliert vorzugehen. Die Zielgruppe zu definieren, indem man sagt, „jeder der XY brauchen kann, ist meine Zielgruppe“ ist eine oberflächliche Herangehensweise. Brechen Sie es in klare Gruppen runter und erstellen Sie entsprechende Personas für die verschiedenen Zielgruppen. Welche Vorlieben haben sie? Was sind ihre Beweggründe? Ängste? Wünsche? Abneigungen? Was begeistert sie? Was verärgert sie? Wie ist ihr Surfverhalten? Verwenden Sie verschiedenste Datenquellen, um diese und weitere Fragen mit Sicherheit zu beantworten. Idealerweise können Sie auch Umfragen in Ihrer Zielgruppe durchführen.

[Gut zu wissen]
Sie haben sich gefragt was Personas sind? Kurz und einfach gesagt, sind es Nutzermodelle, die Personen einer Zielgruppe in ihren Merkmalen charakterisieren. Personas werden mit einem Namen, einem Gesicht, einer Funktion, einem Werdegang und einem Privatleben versehen. Sie verfügen über Ziele und Verhaltensweisen, haben Vorlieben und Erwartungen. Um Personas entwickeln zu können, bedarf es vorerst quantitativer und qualitativer Methoden, um geeignete Nutzerdaten erheben zu können.

3. Nutzen Sie Daten, die Sie bereits haben

Sofern Sie bereits eine Website haben und nun einen Relaunch planen, sollten Sie schon eine Menge Daten haben. Schauen Sie sich die Daten Ihres Webanalyse-Tools (z. B. Google Analytics) an und gehen Sie die wichtigsten Berichte durch. Welche Infos Sie aus den verschiedenen Berichten lesen können, haben wir in einer früheren Artikelserie ausführlich erklärt:

Tablet mit Google Analytics DatenTeil 1: Einrichtung und erste Berichte betrachten
https://www.inconcepts.at/website-optimierung-durch-webanalyse-teil-1/

Teil 2: Website Optimierung durch Webanalyse
https://www.inconcepts.at/website-optimierung-durch-webanalyse-teil-2/

 

Schauen Sie sich an, welche Inhaltsseiten am meisten besucht werden, über welche Quellen Ihre Websitebesucher kommen, wo Sie hohe Absprung- oder Ausstiegsraten haben. Schauen Sie sich ebenfalls an, aus welchen Ländern und Gebieten Ihre Besucher kommen und mit welchen Geräten Ihre Website besucht wird. In vielen Fällen überwiegen die mobilen Nutzer bereits. Eine „Mobile First“ Konzeption ist daher oft zu empfehlen.

Werten Sie auch die Daten der Google Search Console aus. Hier können Sie unter anderem noch detaillierter sehen, zu welchen Suchbegriffen Ihre Inhaltsseiten aktuell bei Google ranken. Haben Sie bereits gute Rankings, sollten Sie darauf achten, diese zu erhalten.

4. Informationsarchitektur planen

Nachdem Sie nun wissen, was Sie erreichen möchten und für wen Sie die Website erstellen, können Sie sich im nächsten Schritt daran machen, zu überlegen, welche Informationen Sie zu diesem Zweck bereitstellen müssen. Am besten Sie starten mit einem Brainstorming und schreiben alles nieder, was Ihnen einfällt. In weiterer Folge können Sie die Inhalte zu logischen Themenbereichen gruppieren. Schlussendlich sollten Sie eine Sitemap für Ihre neue Website haben. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mehr als 6-8 Hauptmenüpunkte haben. Falls Sie hier etwas kürzen müssen, können Sie den „Home“-Menüpunkt ohne Bedenken einsparen. In der Regel ist es für einen User nicht nötig, auf die Home Seite zurück zu navigieren. Und selbst wenn, so ist es seit langer Zeit üblich, dass man über den Klick auf das Logo zurück zur Home Seite kommt.

5. Für Interaktion planen: Kontaktpunkte schaffen

Überlegen Sie sich ebenso, welche Kontaktpunkte Sie mit Ihrer Zielgruppe schaffen können. Standards wären z. B. die Kontaktdaten an sich, e-Mail Links, Anfrage- oder Kontaktformulare. Je nach Ziel und Zielgruppe können es aber auch andere Kontaktpunkte sein. Bieten Sie einen Newsletter an? Dann sollten Sie einplanen, wo das Anmeldeformular für Ihren Newsletter sinnvoll eingebaut wird. Sind Sie auf Social Media Plattformen aktiv? Dann integrieren und verlinken Sie diese Social Media Kanäle. Auch der Download von PDFs oder vielleicht sogar einem gratis E-Book oder Whitepaper sind beliebte Mittel, um die Besucher zur Interaktion zu bewegen.

6. Die User zur Interaktion bewegen: Call to Action

Comic Mann mit Telefon in der Hand und Sprechblase "Don't (durchgestrichen) call me" Zum vorherigen Punkt gehört auch, entsprechende „Call to Action“-Elemente (Aufrufe zu Handeln) prominent auf den Inhaltsseiten einzubauen. An welcher Stelle wird der User auf welche nächste Handlung hingewiesen? Überlegen Sie sich, wo welche Interaktion Sinn macht. Haben Sie z. B. einen Blog mit Infoartikeln sowie einen Newsletter, würde es Sinn machen die Newsletter Anmeldung prominent bei jedem Blog-Artikel zu bewerben, da es thematisch dazu passt.

Hard Conversion

Überlegen Sie sich, was der nächste Schritt ist, den der Website-Besucher unternehmen soll. Soll er weitere Infos anfordern? Ein Angebot? Einen Beratungstermin vereinbaren? Was auch immer es ist, definieren Sie es und bauen Sie entsprechende Buttons bzw. Interaktionsbereiche an jeder Stelle ein, wo es Sinn macht. Bedenken Sie – eine Website wird nicht linear genutzt. Die Einstiegsseite ist oft nicht die Home Seite und der Besucher liest sich wahrscheinlich nicht jede Inhaltsseite durch. Sparen Sie daher nicht mit Ihren „Call to Action“-Elementen. Das ist einer der Punkte, der Ihre Conversions (Anfragen etc.) maßgeblich beeinflusst.

Soft Conversion

Zusätzlich zur Hauptaktion, die der Besucher unternehmen soll, können Sie auch sekundäre Call to Actions einbauen – auch „Soft Conversions“ genannt. Während die Hard Conversion z. B. eine konkrete Anfrage wäre, können Sie dem Besucher auch eine weitere Möglichkeit zur Interaktion bieten, wenn er eventuell noch nicht so weit ist, die Hard Conversion durchzuführen. Eine gute Möglichkeit wäre z. B. der gratis Download von einem PDF mit relevanten und weiterführenden Infos.

Nehmen wir an, ein Besucher kommt auf Ihre Website und informiert sich über das Angebot der Steuerberatung. Ihm gefällt die Website und er sieht den klaren Hinweis darauf, dass er einen kostenlosen Beratungstermin ausmachen kann. Er ist noch nicht ganz so weit, da er sich gerne noch ein paar andere Steuerberater ansehen möchte oder ist noch am überlegen, ob er seinen Steuerberater wirklich wechseln soll. Plötzlich sieht er jedoch einen weiteren Button.

Hier kann er sich ein PDF downloaden, welches ihm nochmals die wichtigsten Fakten der Kanzlei vermittelt sowie die nächsten Schritte, falls er einen neuen Steuerberater beauftragen möchte. Auch werden ihm 5 Steuerspartipps versprochen. Er lädt sich das PDF herunter und hat nun ein Dokument mit Mehrwert, welches das Logo, Kontaktdaten usw. der Kanzlei enthält. Die Wahrscheinlichkeit, dass er bei der Kanzlei anfragt, wenn er soweit ist, wurde durch diese kleine Aktion bedeutend gesteigert. Das wäre ein typisches Beispiel einer Soft Conversion. Planen Sie also auch dies mit ein.

7. Die Blaupause für Ihre Website: Definieren der Struktur

Nachdem Sie alle vorherigen Schritte erarbeitet haben, können Sie sich nun die Struktur der Website an sich überlegen. Welche Elemente müssen auf die Home Seite? In welcher Reihenfolge? Wie sollten die Unterseiten aufgebaut werden? Sie werden sehen, wenn Sie die Hausaufgaben der früheren Schritte gemacht haben, wird dieser Schritt relativ einfach sein, da vieles bereits recht offensichtlich ist.

8. Jetzt wird’s kreativ – Webdesign erstellen

halb geöffneter Laptop im Dunkeln mit bunten FarbenNun können Sie mit dem Webdesign für die Seite starten. Die Struktur wurde definiert und Sie wissen, wer Ihre Zielgruppe(n) ist. All diese Informationen können nun in die Designphase einfließen, um ein Webdesign zu erstellen, das Ihre Zielgruppe anspricht. Weitere Tipps zum Thema Webdesign finden Sie in dieser Ausgabe in unserem Artikel „Webdesign Tipps“.

9. Erstellen Sie Ihre Message: Texte schreiben

Ein weiterer, sehr zentraler Punkt einer jeden Website, sind natürlich die Inhalte selbst. Die Texte müssen die Fragen Ihrer Zielgruppe beantworten, Interesse und Verlangen erwecken und zur Handlung aufrufen. Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Texte gut zu planen. Achten Sie auf eine klare Struktur, kurze Sätze und Absätze, genügend aussagekräftige Zwischenüberschriften sowie eine ansprechende Formulierung. Verwenden Sie keine Fachbegriffe, die Ihre Kunden wahrscheinlich nicht kennen bzw. definieren Sie diese, wenn Sie sie verwenden müssen. Heben Sie wichtige Aussagen oder Konzepte mit einer Fettmarkierung hervor und sorgen Sie generell für eine übersichtliche Formatierung.

10. Machen Sie Ihre Message attraktiv: Verwenden Sie verschiedene Medien

Nachdem Sie die Texte erstellt haben, versuchen Sie diese durch die Verwendung verschiedenster Medien aufzulockern. Übliche Medien wären natürlich Bilder sowie auch Videos. Achten Sie bei der Verwendung von Bildern darauf, dass Sie nicht zu abgedroschene Stockfotos verwenden. Idealerweise verwenden Sie individuelle Fotos – das ist wesentlich persönlicher, authentischer und ansprechender, als generische Stockfotos.

Fazit: Anhand der obigen 10 Punkte können Sie mit System an die Planung Ihrer neuen & erfolgreichen Website herangehen. Klar, es ist dennoch viel Aufwand – doch mit einem klaren Leitfaden vor Augen kann man sich strukturiert und zuversichtlich an diese Herausforderung wagen. Vor allem stellen Sie damit sicher, dass sich der ganze Aufwand auch lohnt, indem Sie eine Website umsetzen, die Ihr Marketing maßgeblich unterstützt und Ihre Zielgruppe anspricht. Viel Erfolg!

Benötigen Sie Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Website? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.