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7 häufige Fehler beim Texten von Werbetexten

7 häufige Fehler beim Texten von Werbetexten

Den richtigen Text für die eigene Website, den Newsletter, Flyer oder sonstiges Werbemittel zu erstellen, ist der entscheidende Faktor, ob diese Werbung erfolgreich sein wird oder nicht. Wir haben hier 7 häufige Fehler beim Texten von Werbetexten zusammengefasst.

Fehler #1: Überschriften ohne Wert

Es scheint so, also würde jedes Mal, wenn jemand über Überschriften schreibt, dieses Zitat von David Ogilvy nutzen:

„Im Durchschnitt lesen 5 mal so viele Leute die Überschriften, als wie den tatsächlichen Inhalt. Wenn Sie die Überschrift geschrieben haben, haben Sie 80 Cent von Ihrem Dollar bereits ausgegeben.“

Solche Sprichwörter werden zu Binsenweisheiten, weil Sie tatsächlich wahr sind. Wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der  Leser einzufangen, gibt es nichts Besseres, als eine gute, Wert-basierte Überschrift. Die Überschrift sollte den Lesern einen Grund geben, den ersten Absatz des Textkörpers zu lesen.

Beispiel:

Nicht: Vorteile von Firma ABC

Sondern: Die Firma ABC besitzt über 10 Jahre Erfahrung und hat über 100 Unternehmen aus verschiedensten Branchen erfolgreich betreut

Fehler #2: Auf Aktion zentrierte Aufrufe-zu-handeln

„Aktionswörter“ oder „Power Verben“ werden oft als Universallösung eingesetzt, um Interessenten dazu zu bringen, zu kaufen oder anzufragen. Verschiedene Tests und Nachforschungen haben jedoch gezeigt, dass die Konzentration auf die Aktion, die der Besucher durchführen soll, den Conversions (engl. für Umwandlung – z.b. Umwandlung von Besucher zu Anfrage) schadet.

Es geht nicht um die Aktion selbst, es geht um den Wert, den der Besucher erhalten wird, wenn er die Aktion durchführt. Dies optimal in dem Aufruf-zu-handeln umzusetzen, kann eine beachtliche Steigerung der Conversions mit wenig Anstrengung bringen.

Beispiele:

Nicht: Schreiben Sie sich ein!

Sondern: Erhalten Sie Ihren Newsletter

Nicht: Klicken Sie hier!

Sondern: Erhalten Sie einen kostenlosen Zugang

Fehler #3: Zu viel sagen

Je nachdem, wo der Leser in seinem Gedankenprozess ist, könnte man viel zu viel sagen, wenn er tatsächlich nur handeln möchte (eine Anfrage abschicken, sich einschreiben etc.)

Fehler #4: Zu wenig sagen

Wenn man denkt, man ist bei Berücksichtigung von Fehler #3 auf der sicheren Seite, muss man auch diesen Punkt in Erwägung ziehen.

Wiederum hängt es davon ab, wo der Leser gerade in seinem Gedankenprozess ist. Zu wenig zu sagen, kann genauso verhängnisvoll sein, wie zu viel zu sagen. Der Leser braucht genau die richtige Menge an Text, um ihn dazu zu bringen, die Entscheidung auf der jeweiligen Seite zu treffen.

Man muss sich in die Lage des Betrachters versetzen und sich überlegen, welche Fragen der Betrachter haben wird und welche Informationen er sucht, um seine Entscheidung zu treffen.

Fehler #5: Den falschen Ton anschlagen

Besucher oder Leser erwarten, dass mit Ihnen in einer gewissen Weiße kommuniziert wird. Man spricht für gewöhnlich mit einem Erwachsenem nicht wie mit einem Kleinkind und umgekehrt. Oftmals erwischt man beim Texten nicht ganz den richtigen Ton. Es mag nicht so dramatisch sein, wie mit einem zahlenden Kunden in Babysprache zu sprechen aber es könnte bedeuten, mit dem Leser anzuecken, auch wenn es nur geringfügig ist, nicht nur mit dem was man sagt sondern auch wie man es sagt.

Fehler #6: Visuelle Einschüchterung

Eine unklare Blicklinie im Inhalt, die nicht dem Gedanken Prozess entspricht, schadet fast immer den Conversions. Viel Text, ohne Hervorhebungen, Aufzählungen oder fettem Text um den Blick über die Seite zu ziehen ist ein typisches Beispiel von diesem Fehler.

Fehler #7: Unzusammenhängende oder schlechte Bilder/Grafiken

Gute Texter wissen, dass Bilder/Grafiken ein wesentlicher Bestandteil der Texte sind. Bilder können die Kommunikation, die man vermitteln möchten, wesentlich unterstützen, oder den Besucher auch verwirren oder sogar abschrecken.

Wenn ein Leser oder Besucher ein Bild sieht, das ihn zum Grübeln bringt oder verwirrt, zwingt es ihn, eine zusätzliche Anstrengung zu unternehmen, um die Kommunikation zu verstehen. Das ist das Letzte, was man möchte, dass der Besucher beim Lesen der Landing Page oder Flyer macht.

Bonus Fehler: Die Texte nicht testen

Der größte Fehler, den man machen kann ist, den Text nicht zu testen. Am leichtesten geht dies auf der Website oder auf einer Landing Page (eine Seite, auf der ein Besucher z.b. durch Klick auf eine Anzeige „landet“, auf der er dann eine Anfrage oder einen Kauf durchführen soll), da man hier ohne Probleme die Texte ändern kann.

Man überlegt sich einen passenden Text, lässt diesen einige Zeit online und zeichnet die Anfragen auf, welche über die Website kommen. Anschließend testet man eine weitere Version und übernimmt anschließend den Text mit dem besten Response.

Auch bei Mailings oder Postwurfsendungen kann man dies machen, auch wenn es nicht ganz so leicht geht, wie bei einer Website oder einem Newsletter. Man testet eine Version der Aussendung, Mailings etc. ein paar Mal, dann testet man eine weitere Version und zeichnet jeweils die Anfragen und den Response auf.

Viel Erfolg beim richtigen Texten!

By |2017-05-16T17:50:30+00:00August 25th, 2011|Marketing, Werbetexte, Werbung|0 Kommentare

About the Author:

Clemens Graf ist Gründer & CEO der Werbeagentur inconcepts marketing & media. Seit vielen Jahren ist er ebenfalls intensiv im Bereich online Marketing und Brand Building unterwegs und berät mit seinem Know-How sowohl nationale wie auch internationale Unternehmen, um die Potentiale der digitalen Medien vollständig zu nutzen.